Made in Abyss handelt von einem Mädchen namens Riko und ihrem Begleiter Reg. Gemeinsam steigen sie in die Unterwelt, den Abyss hinab und lernen mit den Gefahren, die auf sie lauern umzugehen und verschiedene Leute auf Abenteuer kennen.
Donnerstag, 28. Oktober 2021
Isabel liest... Made in Abyss
Mittwoch, 27. Oktober 2021
Isabel liest... Die Rückkehr aufs Land
Eines Tages wollten Mariette und Manu partout nicht mehr in der Stadt wohnen und zogen deshalb mit ihrer Katze Speed aufs Land, in ein kleines Dörfchen mit Namen Ravanelles. Dort gibt es -ganz anders als die Stadt- ganz viel Natur. Bei ihrer Ankunft empfing sie schon ihr Vermieter Monsieur Henri und gab ihnen die Schlüssel.
Dieser Comic ist von Jean Yves Ferri und Manu Larcenet. Ferri, der Story-Writer ist heute auch der Texter von Asterix. Der Zeichner Manu Larcenet zog tatsächlich mit seiner Frau von Paris in ein Dorf, aber diese Geschichte ist von Jean Yves erfunden. Von ihm sind auch die Werke "Brodeck's Bericht" und "Blast" für manche ein Begriff.
Man merkt schon am Anfang dass Manu Probleme hat sich an sein neues Umfeld in der Provinz anzupassen. Nicht nur fehlt ihm der Luxus aus der Stadt, und das Wetter ist anders, aber vorallem sind die Leute hier in Ravenelles ganz anders. Sie unterhalten sich über andere Sachen, sehen anders aus und sprechen Dialekt! Manu wird auch zu den Gemeindesitzungen eingeladen. Und so allmählich integrieren sich die beiden doch immer mehr und freunden sich mit den anderen Dorfbewohnern an.
Ich gebe dem Comic eine Bewertung von 3/5 ★,
denn an sich finde ich den Zeichenstil echt süß. Die Figuren sind simpel gezeichnet und haben doch jede charakteristische Kennzeichen, wie etwa die lange, geknickte Nase und das faltige, alte Gesicht der Madame Mortemont. Der Humor ist auch relativ gut rübergebracht, weil man die Witze meist immer gleich verstehen und darüber lachen kann nur hat es mich etwas gestört, dass die Pointe sehr oft von dem gleichen geschockten Gesichtsausdruck begleitet wurde und es sich dadurch manchmal etwas wiederholt anfühlte.
Meine Lieblingscharaktere sind übrigens Madame Mortemont und der neue Therapeut (oder so...?) von Manu
Liest den Comic unbedingt, wenn euch friedliche "Alltags-situations-Comics" gefallen. Es gibt auch schon 2 Fortsetzungen, also lest mal rein, wenn es euch gefällt könnt ihr sogar gleich weiterlesen!
Freitag, 15. Oktober 2021
Isabel liest... KAFKA
Franz Kafka (1883-1924) ist einer der bekanntesten Schriftsteller unserer Zeit. Keine Werke wie die Seinen wurden so überinterpretiert und kategorisiert. Sogar eine Wissenschaft hat sich um ihn gebildet, die Kafkalogie und ein Adjektiv, 'kafkaesk', was so viel wie 'auf unergründliche Weise bedrohlich' bedeutet.
Und genau so werden die Gedanken, Ausschnitte der Werke und Erlebnisse von Franz Kafka in diesem Buch auch gezeichnet. Der Text von David Zane Mairowitz wird von eindrucksvollen schwarz/weiß Bildern von einem der bedeutendsten Autoren der Underground-Comics-Bewegung, Robert Crumb begleitet und untermalt.
Franz Kafka hat sein Leben lang als Jude in Prag gelebt, im Ghetto groß geworden. Mit Identifikationsproblemen, einer sehr schlechten Beziehung zu seinem Vater, Schuldfrage, Selbsthass und seiner komplizierten Beziehung zu Frauen kämpft er sich durch das Leben und schreibt viele Briefe und andere Werke (z.B. die Verwandlung, der Prozess, Das Schloss)
Das Buch verschafft einen wirklich guten Blick hinter Kafkas Gedanken, seine Umstände und was ihn so beschäftige. Die Zeichnungen helfen dabei auch. Der Fließtext ist mit Comiczeichnungen immer wieder unterbrochen, was es grade so angenehm macht dieses Buch zu lesen. Da die Bilder wohl mit Tusche & Feder und schraffiert gezeichnet sind, kommen sie sehr stark rüber und hinterlassen heftige Eindrücke. Zum Beispiel als dargestellt wird, wie sich eine Nymphe, als Symbol der Frauen, an den Körper von Kafka klammert und ihn fast zu erwürgen droht.
5/5
Jeder, der Psycholgie mag und/oder generelles Interesse an Kafka hat, empfehle ich hier mal reinzuschauen.
Montag, 11. Oktober 2021
Alice liest... Our Precious Conversations
"Was? Aber ich würde sagen, du bist jetzt schon diejenige, die mich am besten kennt."
Es hat etwas länger gedauert, in diesen Manga reinzukommen, aber als man dann in der Materie endlich drinnen ist, ist es einfach nur lächerlich niedlich. Ich habe seit langem einen so unschuldigen Shoujo-Manga gelesen, dass es manchmal echt peinlich war das zu lesen... Aber so ist die erste Liebe nun mal!
Wenn man Rubicos andere Werke (My Little Monster) schon gelesen hat, weiß man schon ungefähr, was auf einem zukommt. Erste Liebe, dummer Humor und sympathische Charaktere, alles was einen guten Romance-Manga ausmacht.
Aber sonst passiert nicht viel mehr. Man kriegt das Gefühl, das der 0815 Rivale kommt und mal wieder ein Liebesdreieck entsteht, aber tatsächlich ist er viel zu hohl in der Birne um ein Rivale zu sein. Auch die anderen Nebencharaktere sind so ähnlich drauf, sodass es nicht so leer wirkt mit nur den 2 Hauptcharakteren.
Wer unschuldige Shoujo-Manga liebt, der sollte "Our Precious Conversations" unbedingt lesen. Auch Fans von "My Little Monster" sollten der neuen Reihe von Robico eine Chance geben (und die Reihe dauert auch nur halb so lang). Es sind schon die ersten 3 Bände erschienen, also kann man ohne groß zu warten weiterlesen!
Zum Shop: Our Precious Conversations Band 1
Alice liest... Liebe & Herz
Trigger Warnungen: Stalking, Suizid, Manipulation
"Yo schreibt, dass sie jetzt mit ihrem Kindheitsfreund von nebenan zusammenlebt. Aber das kann doch gar nicht sein? Dort ist schließlich das Geisterhaus, in dem eine Familie Suzid begangen hat."
Ich hätte nie gedacht, dass ich so einen Manga mal lesen würde. Woher auch immer der Drang kam, über eine gruselige und toxische Beziehung zu lesen, weiß ich immer noch nicht, aber ich bin dem dezent dankbar, weil ich die Reihe unbedingt weiterlesen möchte!
Muss aber auch zugeben, dass es dezent langweilig und deshalb frustrierend ist. Weil man von allen Charakteren aus deren Perspektive etwas liest, kennt man somit schon die halbe Geschichte. Außer natürlich die Motivation von unserem schönen Kindheitsfreund. Ich liebe auch die besten Freunde von Yo, weil die gefühlt die einzigen rational denkende Charaktere sind und Yo auch am Anfang sofort warnen, dass etwas nicht stimmt und sie aufpassen soll.
Ein Romance-Manga für keine schwachen Nerven. Man sollte sich auch bewusst sein, dass solche Verhalten, die im Manga dargestellt werden, nicht korrekt sind und man sich lieber von solchen Sachen fern halten sollte. Wer aber eine Abwechslung braucht und mal eine andere Art von Romanze lesen will, der kann "Liebe & Herz" eine Chance geben.
Samstag, 25. September 2021
Kristina liest ... "My Roommate is a Cat" (Band 1)
"Diese Welt ist sowas von lästig"
Das sind die Gedanken von Subaru Mikazuki, einem 23-jährigen Mystery-Autor, der am liebsten daheim bleibt und sich in seine Fantasiewelten zurückzieht. Auch seine Lektoren haben es schwer mit ihm und er gilt als schwierig und exzentrisch. Dass in Wahrheit mehr hinter seinem Verhalten steckt und dieses nicht von ungefähr kommt, das ahnen sie alle (noch) nicht.
Eines Tages läuft ihm eine kleine, aber mürrisch blickende Katze zu, die seine inneren Mauern nach und nach einzureißen scheint.
"Du gefällst mir! Du nervst nicht so wie die Menschen"
Nachdem er ihr ein wenig Futter gibt, scheint sie sich wohlzufühlen und bleibt fürs Erste bei ihm. Schnell wird er durch ihr Verhalten zu einem neuen Roman inspiriert - sogar mit ihr in der Hauptrolle!
Das gefällt natürlich auch dem aktuellen Lektor, Atsushi, der nach einem Besuch gar nicht mehr gehen will. Und so bauen sich neue Freundschaften, aber auch Spannungen und Rätsel auf. Im Mittelpunkt aber steht dabei stets die Beziehung zwischen Subaru und seiner neuen Mitbewohnerin.
Fazit: Gelungene Unterhaltung mit viel Witz und Herz
Minatsukis Geschichte wird dabei in zwei Sichtweisen, die sich je Kapitel abwechseln, erzählt. Erst erzählt Subaru, danach erfahren wir Schlüsselmomente aus der Sicht der kleinen Katze (Name wird hier nicht gespoilert). Durch diesen Wechsel wirkt es keinesfalls langweilig oder ausbremsend. Die klare, einfache Sichtweise der neuen Mitbewohnerin steht im spannenden Kontrast zu Subarus Komplexität und seinen (teils negativen) Erfahrungen im Leben.
Besonders amüsant ist dabei, wie As Futatsuya die (mürrisch aussehende) Katze in Szene setzt. Jede Emotion wird dabei so gut wiedergegeben, dass sie auch ohne viel Text funktioniert und wirkt. Auch der Spaß kommt dabei nicht zu kurz, wird er scheinbar mühelos bereits durch die gelungenen Zeichnungen erzeugt.
Wer nach einem Manga sucht, der sich ausnahmsweise auf die Freundschaft zwischen Mensch und Tier bezieht, wird hier sicherlich viel Freude finden!
Wertung: 5 / 5
Shop: https://www.comic-time.de//my-roommate-is-a-cat-1
In Japan sind bisher 7 Bände erschienen. Aktuell läuft die Reihe noch.
In Deutschland ist Band 7 bereits für Januar 2022 ankündigt.
Freitag, 17. September 2021
Alice liest... My Broken Mariko
"Ich weiß nur eins. Dass du dir solche Sorgen machst, dass du richtig wütend wirst, macht mich glücklich. Das ist alles."
Da ich nicht gut bin mit den Themen Tod und Suizid, habe ich gefühlt ab der ersten Seite schon angefangen zu heulen. Es wird zwar aus Shiinos Sicht erzählt und fokussiert sich auf das Verkraften von Verlust, aber trotzdem rate ich jedem ab "My Broken Mariko" zu lesen, wenn man mit den oben genannten Triggers nicht klar kommt (vor allem, wenn diese Trigger visualisiert werden).
Obwohl ich dauerhaft Pipi in den Augen hatte, habe ich den Manga in einem Zug durch gelesen und weiß immer noch nicht, was ich von den Charakteren halten soll. Nachdem ich einige toxische Freundschaften durchgemacht habe, verstehe ich nicht, wie Shiino es so lange ausgehalten hat mit Mariko. Vor allem nachdem Mariko vor Shiinos Augen ihren eigenen Arm geschnitten hat... Aber ich finde Shinos Charakter sehr authentisch, weil sie nach und nach immer verrückter wird und man merkt, wie sehr der Suizid von Mariko sie getroffen hat.
Aber persönliche Gefühle zur Seite, es ist schön zu sehen, dass Egmont mit dem Veröffentlichen von "My Broken Mariko" die Chance nutzt und Teil von deren Gewinn an das Verein "Freunde fürs Lebens" spendet. Sie haben auch nach einer Kurzgeschichte vom Mangaka und einem Minikapitel ein Nachwort über deren Ziele und wichtige Informationen über Suizid und Depressionen erfasst (aber sei gewarnt, in der Erstauflage sind ein Paar Fehler drinnen und es fehlt auch ein Teil vom Text).Trotz den düsteren und depressiven Themen, besitzt dieser Manga eine super Geschichte und ist der erste seiner Art, den ich bisher gelesen habe. Wer also die ganzen Trigger packt und Lust hat - vielleicht - wegen einem Manga los zu weinen, dann sollte man unbedingt "My Broken Mariko" lesen.



