Dienstag, 17. Mai 2022

Eva liest “Die Tagebücher der Apothekerin” (Band 1)

 

 Die Tagebücher der Apothekerin 

In “Die Tagebüchern der Apothekerin” geht es um eine junge Frau namens Mao Mao, welche eigentlich Apothekerin ist, aber entführt wurde und nun als niedere Dienerin im Palastinneren arbeiten muss. Eine der beiden Gemahlinnen des Kaisers verlor ihren Sohn und der Sohn der anderen ist krank. Das führt im Palast zu einem besonders negativen Klima, da die Gemahlinnen so streiten, dass es der ganze Hof mitbekommt. Ob an dem Mythos eines Fluchs etwas dran sein könnte, weiß im Hof niemand. Die schlaue Mao Mao aber weiß sofort, was passiert ist und schreibt den Gemahlinnen über Nacht, sodass es niemand mitbekommt … zumindest denkt sie das.

Mich hat dieser Manga besonders angesprochen, da ich das Titelbild und dessen Farben sehr schön fand und finde, dass Illustrationen von Anfang an viel ausmachen bzw. oft der Grund sind, wieso ich eine Story überhaupt anfange.
Auch bei der Story war ich mehr als überzeugt, denn diese spielt im alten Asien, welches ich als sehr interessant empfinde. Dieser Manga hat mich auch sehr an eine CD aus meiner Kindheit erinnert, die ich auch schon damals sehr geliebt habe und somit gleich eine Verbindung zu dieser Geschichte hatte.
Empfehle ich sehr gerne jedem weiter.








Freitag, 22. April 2022

Kristina liest ... "Der Wind unter meinen Flügeln" (Band 1)

 "Mein Alltag wird von unzähligen Pflichten bestimmt"

Die 17-jährige Schülerin Midori Takaishi hat einen strengen Tagesablauf. Da ihre Mutter nicht mehr am Leben ist, sorgt sie für ihren hart arbeitenden Vater, den kleinen Bruder Ai und kümmert sich um den Haushalt - neben ihrer schulischen Pflichten. Dass sich die 12. Klässlerin dabei stark zurücknimmt und die Bedürfnisse der anderen über ihre eigenen stellt, sollte an dieser Stelle niemanden verwundern. Dennoch erfüllt sie ihre Aufgaben ohne zu Murren, auch wenn sie sich manchmal insgeheim wünscht, doch mal nach der Schule mit ihren Freunden etwas zu unternehmen.

 

Ein geheimer Zufluchtsort direkt hinter der Schule

Kleine, regelmäßige Ruhepausen kommen bei so viel Verantwortung wie gerufen. Im Innenhof hinter der Schule, dort, wo das alte Schulgebäude steht, zieht sie sich zurück und genießt die Ruhe und das Alleinsein. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem eine weitere Person dort auftaucht. Pflichtbewusst weist Midori diesen Fremden darauf hin, dass er unerlaubt das Schulgelände betreten hat und sie ihn wegen des Verstoßes melden muss. 

Der 27-jährige Angestellte Kaoru Sakiya schafft es, sie von seiner Harmlosigkeit zu überzeugen und erzählt, dass das Loch im Zaun, durch das er gekommen ist, von ihm stammt. Auf die Frage, warum er während seiner Schulzeit Eigentum beschädigt hat, antwortet er: "Ich hab mich wie eingesperrt gefühlt." Ein Gefühl, dass Midori nur zu gut kennt ...


Fazit: Einfühlsame Geschichte über Freundschaft, Selbstfindung und Liebe

Auch wenn es sich zunächst wie der klassische Beginn einer klischeehaften, aber nicht weniger süßen Romanze liest, geht es in diesem Manga um sehr viel mehr als das. Durch die Begegnung mit Kaoru, der sie definitiv nicht als potentielles Liebesobjekt sieht, beginnt Midori mehr über sich selbst nachzudenken. Was sind ihre ganz eigenen Bedürfnisse und Wünsche? Und was darf sie sich, in Anbetracht ihrer familiären Situation, überhaupt wünschen?

Dabei steht zu keinem Zeitpunkt ihre Zuneigung zu ihrem jüngeren Bruder, den sie nur zu gerne verhätschelt, infrage. Auch ihrem stets arbeitenden Vater macht sie keine Vorwürfe. Und ihre Schulfreunde, die ihre Situation verstehen, lassen sie bei ihren häufigen Absagen auch nicht fallen. Genau das ist der Rahmen, der Midori auf gesunde Art und Weise dabei unterstützt, zu sich selbst zu finden. Ob ihr das gelingen kann und auf welche Hindernisse sie stößt, wird hier anschaulich und einfühlsam erzählt.

Ein Muss für alle, die sich bei ihren ganzen Verpflichtungen nach Entschleunigung, Verständnis und Zuneigung sehnen!

 

Wertung: 4 / 5

Der Zeichenstil hat mir persönlich eher weniger zugesagt, da alle, auch die vermeintlichen jungen Erwachsenen doch sehr kindlich auf mich wirken.

 

Shop: www.comic-time.de/der-wind-unter-meinen-fluegeln-1

Leseprobe: online.fliphtml5.com

 

Randnotiz:
Der Manga ist mit 4 Bänden abgeschlossen.
In Deutschland ist Band 2 bereits seit April 2022 erschienen.

 

Samstag, 9. April 2022

Kristina liest ... "Küss den Kater!" (Band 1)

 



 

 

 

Wozu Kerle, wenn es Katzen gibt?!

Erina ist eigenständig, willensstark und aus der Perspektive ihrer männlichen Mitschüler wohl eher unnahbar. Bei ihnen gilt sie als "coole Königin". Doch was sie nicht wissen: Beim Anblick von Katzen schmilzt Erina förmlich dahin, sind sie doch ihre absoluten Lieblingstiere.

Neben den Jungs, ihren Freundinnen und weiteren Mitschülern gibt es natürlich auch in Erinas Klasse einen auffälligen, aber vermeintlichen Außenseiter: Kou Nekoyama. Nicht nur, dass er täglich einen Mundschutz trägt (obwohl er gar nicht krank zu sein scheint), wirkt er auch noch kühl und distanziert, als wolle er "Social Distancing" auf ein neues Level bringen.

 

Endlich ein Haustier! ... juhu?

Als eines Tages nach der Schule Erina in ihrem Garten eine Katze sieht, die von Krähen geärgert wird, schreitet sie sofort ein. Sie holt sich die Fellnase ins Haus und kümmert sich erst einmal um sie. Während sie das Tier gründlich nach Wunden untersucht, merkt sie erst, wie unheimlich weich und flauschig (und süß) es ist. Sie verliert sich in ihrer Zuneigung und muss ihm erst einmal ein Küsschen aufdrücken.

Doch dieses Bussi hat es scheinbar in sich: Statt dem (wie sie durch das Wunden-Screening festgestellt hat) Kater sitzt plötzlich ein Kerl vor ihr - nackt! Und nicht nur irgendeiner, sondern ausgerechnet ihr griesgrämiger Klassenkamerad Kou! Und was zum Fisch meint er, als er sagt, Erina sei ab sofort seine Besitzerin?!


Fazit: Absurd witzige RomCom mit Schnurrhaaren

"Küss den Kater!" ist eine unterhaltsame Geschichte, vor allem für Zwischendurch, wenn es einem nach Romantik steht, die aber nicht zu kitschig sein darf. Erina überzeugt als Hauptcharakter, sie lässt sich nicht reinreden und weiß, was sie will und was sich gehört. (Und nein, sie ist nicht sexuell zu Katzen hingezogen.)

Kou allerdings gibt ebenfalls nicht so einfach nach und so entwickelt sich immer wieder eine Spannung zwischen den beiden, die nicht selten urkomisch eskaliert. So sieht er sehr pragmatisch, dass ein Kuss ihn zurück in einen Kater verwandeln könnte, um aus einer heiklen Situation zu entkommen, und fordert diesen ungeniert ein. Erina dagegen denkt nicht im Traum daran, ihren Klassenkameraden zu küssen und versteckt ihn - als Beispiel - lieber im Kleiderschrank.

Wer "Fruits Basket" hinsichtlich der Verwandlungen durch Umarmung schon komisch fand, wird diese Geschichte lieben! Aber auch alle anderen, die die Story nicht zu ernst nehmen!

 

Wertung: 5 / 5


Shop: www.comic-time.de/kuess-den-kater-1

Leseprobe: online.fliphtml5.com/

 

Randnotiz:
Bisher sind in Japan 3 Bände erschienen, die Reihe läuft aktuell noch.
In Deutschland kommt Band 2 am 19.04.2022 raus.

Mittwoch, 16. März 2022

Kristina liest ... "Sirupsüße Sünde" (Band 1)

  

 

 

 

 

 

"10.000 Yen, dass du es nicht schaffst, unsere Lehrerin ins Bett zu kriegen"

Der 16-jährige Kaede Ochiai hat seinen Ruf als Playboy weg, denn unter seinen Freunden gilt er als derjenige, der sämtliche Mädchen ohne Weiteres ins Bett bekommt. Es gibt keine, die er nicht um den Finger gewickelt bekommt - oder doch? Dann geht es in einer Wette darum, als Nächstes die 27-jährige Englischlehrerin Tsukiko Hashimoto innerhalb weniger Tage zu verführen, doch Kaede lehnt zunächst ab. Der Grund: Ihre überfreundliche Art ist ihm zu gekünstelt, zu aufgesetzt - ein krasser Abturner!


Auf gute Nachbarschaft!

Als es unerwartet an seiner Haustür klingelt, steckt er gerade in anderen Angelegenheiten (pun intended). Die neue Nachbarin möchte sich vorstellen - und es ist niemand geringeres als Tsukiko persönlich! 

Doch anstelle von affektiert sieht sie anders, ja fast schon lässig aus. Und Junge, kann die sich gegen Frechdachs Kaede zur Wehr setzen! Plötzlich scheint die Wette gar nicht mehr so uninteressant zu sein ... doch wie bekommt man eine ca. 10 Jahre ältere Frau herum?!


Fazit: Überraschend unterhaltsamer Zeitvertreib

Zugegeben: Anfangs war ich doch etwas abgeschreckt, sowohl vom Titel als auch vom vermeintlichen Inhalt. Versteht mich bitte nicht falsch, es lag nicht an der Story per se. Eigentlich sind eher unschuldige Feel-Good-Romance und verstörender "Fear"-Good-Horror in meinen Interessen (und Regalen) zu finden. 

Dennoch musste ich überrascht feststellen: Dieser Titel hat mehr Substanz, als es den Anschein macht, und verdient zweifellos eine Chance!

Wer Kayoru (noch) nicht kennt, wird relativ schnell nach einem kurzen Abstecher in die Kayoru-Welt feststellen, dass der Kern aller Werke in eine ähnliche, lasziv-romantische Richtung abzielt. Wo Liebe (zu finden) ist, ist Kayoru nicht weit, könnte man also sagen.

"Sirupsüße Sünde" stellt hier definitiv keine Ausnahme dar, wagt aber mit einem männlichen Protagonisten einen neuen Blickwinkel in puncto Schulliebe und inszeniert mit einer Leichtigkeit, viel gut platziertem Humor und liebenswürdigen Charakteren fast schon nebensächlich eine doch eher fragwürdige Beziehung zwischen Lehrerin und 12. Klässler (sofern man den Hang zur Realität nicht völllig verliert).

Wen "Scum's Wish" in Bezug auf unerfüllte Liebe unzufrieden hinterlassen hat, der könnte hier eine neue (vielversprechende) Chance für ein Happy End bekommen!

 

Wertung: 4 / 5

Die Beziehung zwischen 27-jähriger Lehrerin und ihrem 16-jährigen Schüler ist aufgrund der schnell sinkenden Hemmschwellen meiner Meinung nach eher bedenklich.

 

Shop: www.comic-time.de/sirupsuesse-suende-1

Leseprobe: online.fliphtml5.com/

 

 

Randnotiz:
Bisher sind in Japan 2 Bände erschienen, die Reihe läuft aktuell noch.
In Deutschland ist Band 2 für April 2022 angekündigt.
Außerdem feiert Tokyopop mit Kayoru 10-jähriges Jubiläum (daher auch Extras in der 1. Auflage von Band 1).

Mittwoch, 23. Februar 2022

Henry liest… Punisher - Frank ist zurück!

 



Tatsächlich ein Must-Have! Wie das Cover verrät ist der Marvel-Comic: „Punisher; Frank ist zurück!“, meiner Meinung nach ein Muss. Als absoluter Fan der Verfilmung dieses Comics fragte ich mich ob die Regisseure mit ihrer Version dem gezeichneten Ursprung gerecht wurden. Somit hatte ich, begeistert von der TV-Serie, hohe Anforderungen an das Original und muss nach dem Lesen sagen ich wurde alles andere als enttäuscht.





 

Action pur ist garantiert nachdem der Punisher zurückkehrt und eine kriminelle Großfamilie anvisiert, welche ihr Unwesen in New York treibt. Außerdem zieht Frank Castle‘s Treiben Nachahmer mit sich, die ihre eigene Interpretation der Gerechtigkeit anhand von Selbstjustiz 
verbreiten wollen.



 





Der Comic ist nichts für schwache Gemüter, denn ähnlich wie in der Serie bringt der Portagonist ständig Kriminelle auf brutalste Art und Weise um. Beim Darstellen der Brutalität der Morde, die der ehemalige Soldat begeht, hilft der realitätsnahe Stil, welcher von Steve Dillon gezeichnet wurde. Dillon setzte die actionreiche Story, von Garth Ennis geschrieben, aufregend um und insgesamt macht das Endprodukt einfach süchtig nach mehr.




 


Letztendlich gibt es von mir 5/5 ⭐️, da ich in keinster Weise, trotz meiner hohen Ansprüche, enttäuscht wurde. Außerdem respektiere ich die Liebe zum Detail die sich in den Zeichnungen widerspiegelt. Auch die Story begeisterte mich. Sie ließ keine Zeit für Verschnaufpausen und lieferte Nonstop-Action, was für mich genau das Richtige ist. Auch wenn ich weiterhin ein Fan der TV-Version bleiben werde muss man sagen, dass der Punisher im Comic noch brutaler und durchtrainierter ist als die TV-Version. Er ist im Original außerdem viel gewitzter und kreativer in der Art und Weise seine Gegner auf seinen „Kreuzzügen“ zu erledigen, während in der Serie meist nur Schießereien stattfinden.





Donnerstag, 10. Februar 2022

Isabel liest... Das letzte Einhorn



Ich habe diesen Comic rausgesucht, wegen des Covers. Ich fand es so schön und habe mich daran erinnert, wie ich als kleines Kind den Film mit meiner Familie angeschaut hatte. An den Film konnte ich mich zwar nicht so recht erinnern, aber an das Gefühl von Zauber und Magie, was der Film in mir auslöste.

Das Gefühl ist auch beim Lesen des Comics wieder gekommen. Natürlich ist es schwieriger mit 1 Bild das Glitzern der Mähne, der Augen, einen Verwandlungsprozess o.Ä. darzustellen, aber der Comic macht das mit ein paar Anpassungen wett. Denn manche Sachen sind anders als im Film: Zum Beispiel Schmendrick sieht heldenhafter aus, oder Molly Grue ist etwas hübscher und was ganz cool ist: Die Harpyie und später auch der König Haggard werden viel böser und furchteinflößender abgebildet.

Die Bilder sind schön gezeichnet, erzeugen passende Stimmung und bestärken die Story-Geschehnisse.





Ich glaube die Geschichte kennen die meisten Leute bereits, nichtsdestotrotz hier eine kleine Zusammenfassung:

Das Einhorn lebt allein und zufrieden in seinem verzauberten Wald. Dann jedoch erfährt das edle Zauberwesen, dass es das letzte seiner Art sein könnte. Also macht sich das magische Geschöpf auf die Suche nach seinen Artgenossen und bereist eine Welt, die voller böser Menschen und deren Machtgehabe, sich aber auch Mut und Freundschaft finden. Gemeinsam mit dem Zauberer Schmendrick und der Räuberbraut Molly Grue stellt sich das Einhorn schließlich sogar dem grauenhaften König Haggard und dem feurigen Roten Stier.



Die Story ist ja schon ganz cute und toll. Punktabzug gibt es nur aufgrund meines persönlichen Geschmacks. Es ist immer noch in Klassiker, den man gesehen oder gelesen haben muss. Von dem her... Gebe ich dem Ganzen 4 \ 5  ✯


Mittwoch, 9. Februar 2022

Alice liest... One Room Angel

Trigger Warnung: Suizid


"Ich muss ihn wertschätzen und beschützen, so gut es geht. Aber wenn er geheilt ist... Wird er dann einfach aus meinem Leben verschwinden?"


Kouki ist ein lustloser Loser und weiß nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Als er in einer Schlägerei involviert ist und deswegen kurz vorm sterben ist, sieht er einen Engel und dachte, das war es mit ihm... Aber da hat er falsch gedacht und trifft diesen Engel in seiner Ein-Zimmer-Wohnung wieder.


In einem Band abgeschlossen und eine Stunde danach geheult. Man erfährt in kurzer Zeit so viel über die zwei Charaktere und es ist einfach nur schön zu sehen, wie sich die beiden gegenseitig helfen und so eine Freundschaft entsteht. Man könnte natürlich mehr als eine Freundschaft interpretieren, weil die Mangaka Harada vor allem Boys Love zeichnet, aber nicht alle Pärchen müssen mit romantischen Gefühlen für einander enden.


Am Anfang hat es sich etwas gezogen, aber als die beiden anfingen an sich selbst zu arbeiten und nach der Vergangenheit vom Engel zu suchen, fing die emotionale Achterbahnfahrt an. Die Trigger Warnung oben ist wieder nicht ohne gesagt. Wenn ihr also nicht mit Suizid und den möglichen  Gründen, die zum Selbstmord führen, klarkommt, dann lasst es lieber, aber wenn jemand das verkraftet, dann ist er herzlich Willkommen ein emotionales Wrack zu werden wie ich. Der Gedanke, dass 2 fremde Menschen, sich gegenseitig so helfen können, hat mich dazu gebracht sehr schnell eine emotionale Verbindung zu den Hauptcharakteren aufzubauen. Und der QR-Code am Schluss, wo man die Login-Daten vom Engel eingeben muss, hat nicht bei meinem Heulkrampf geholfen.


Jedenfalls ist der Einzelband "One Room Angel" nur zu empfehlen, vor allem für die Leute, denen "My Broken Mariko" gefallen hat.




Zum Shop: One Room Angel