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Mittwoch, 9. November 2022

Aurora liest…“Der Regulator“ (Kapitel 1&2)

Die Welt ist im Chaos!

Man wird direkt in die Handlung einer chaotischen postapokalyptischen alternativ Welt geworfen. 3/4 der Weltbevölkerung wurde ausgelöscht, Korrupte Politiker, gierige Reiche, Quarantäne Gebäude für infizierte und vieles mehr. 

Der Zeichen Stil und vor allem die Farben sind sehr kühl und leblos was die Umgebung nur noch verzweifelter und düsterer wirken lässt. Mit rückblenden wird interessant gearbeitet, dadurch wird Neugier geweckt.


Regulator Aristide Nyx- unheimlicher Titel. 

Wir verfolgen in der Handlung das Leben von Nyx und erleben das Chaos durch seine Augen.

Anfangs ist er noch kühl und gelassen doch im laufe der Seiten fängt er an seine Beweggründe anzuzweifeln und als dann noch seine verdrängten Kindheitserinnerungen wiederkehren, fällt es ihm schwer konzentriert aufs „regulieren“ zu bleiben. 

Ein „Regulator“ ist einfach gesagt, ein Auftragskiller. Anders als bei Auftragskillern jedoch, sind Regulatoren öffentlich bekannt. Es gib Regulierungsbehörden und die Regulatoren werden interviewt, was sie tun ist also laut der Gesetzte nicht verboten.

Regulatoren haben die Lizenz zum Töten… :D


Fazit: Interessante Sicht

« Ein Blick in die Zeitungen der letzten Jahre genügt, um festzustellen, dass Mord - ob Einzeltat

oder Massenmord - die Grundlage der Geschichte der zivilisierten Nationen geblieben ist. »

Das steht am Anfang des Comics und ich finde es eine perfekte Erklärung um was es genau im Comic geht. Es ist mehr politisch angehaucht und vor allem in der jetzigen Zeit kann man gut die Wut auf die Korruption und den Herzlosen Taten nachempfinden.

Anfangs zieht sich die Handlung in die Länge, z.B.  erscheint eine vermeintliche Femme Fatale und es wird grundlose Gewalt ausgeübt. Ab Kapitel Zwei wird die Handlung dann spannender und die Neugier auf mehr wird geweckt.


4/5


Shop: Der Regulator 1

Leseprobe:


Randnotiz:

in Frankreich sind bereits 6 Kapitel veröffentlicht worden.

Die deutsche Übersetzung von Kapitel 1&2 wurden im September 2022 in Wiesbaden veröffentlicht und die nächsten Kapitel sind in Vorbereitung.



Montag, 19. April 2021

David liest... Saga 1

 

Wahnsinn! Die Geschichte lässt sich eigentlich sehr kurz zusammenfassen; Als sich zwei Soldaten von entgegengesetzten Seiten eines nicht enden wollenden galaktischen Krieges ineinander verlieben, riskieren sie alles, um ein zerbrechliches neues Leben in ein gefährliches altes Universum zu bringen. Aber was man hier serviert bekommt ist ganz großes Comic Kino! Wahnsinnig gutes Kino.

 


Ich wirklich fasziniert wie mir hier eine spannende, kurzweilige Geschichte - fabelhafte Zeichnungen, schöne Kolorierung, beiläufig explizit, liebenswerte Protagonisten, auch oder gerade die Bösewichte, und sogar subtil feministisch - auf die beste Art und Weise präsentiert wird. Generell bin ich ja ein Freund von tiefgründigeren Geschichten, dennoch habe ich hier meine helle Freude. Das liegt nicht nur an der einzigartigen Kreativität von Vaughan und Staples, sondern auch der ausbalancierten Erzählweise, mit einem auf und ab, schwankend zwischen Tragik und Komik in diesem wirklich gelungenen Space Drama. Das Artwork und die Farben sind perfekt auf die Geschichte und diesem neu geschaffenen Universum (das es so noch nicht zu sehen gab!) abgestimmt. Allein die Hintergründe sind meiner Meinung nach zu blass, repetitiv und inhaltsleer.


Fazit

Saga 1 ist eine Achterbahnfahrt, die einen mit stehenden Haaren, Lachen im Bauch und Sehnsucht nach einer weiteren Fahrt zurücklässt. Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht.


Wertung: 5/5

Dienstag, 23. Februar 2021

David liest 5... Tokyo Ghost

 Los Angles 2089 - Die Menschheit ist süchtig nach Technologie. Ein virtueller Rausch ist das Einzige, wofür es sich zu leben lohnt, und Gangster haben das Sagen. Und an wen wenden sich diese Gangster, wenn sie ihre Herrschaft durchsetzen wollen? Die Constables Led Dent und Debbie Decay bekommen einen Auftrag, der sie aus dem vertrauten Elend von LA in das letzte technikfreie Land der Erde führt: Die Garden Nation von Tokio.



Overkill an Unterhaltung

Eine kunterbunte und krawallige Dystopie mit einem Paar im Mittelpunkt, er brutale kompromisslose Kampfmaschine und „tech-abhängig“, sie schlank, idealistisch und der Natur nahe stehend, die die eine einseitige Liebe (von ihr ausgehend) verbindet. Im Grunde ein Liebesdrama in einer surrealen Welt mit Kampf Analog vs Digital, Natur vs Technologie. Filigrane Zeichnungen und der flapsige Ton verstärken den herben und brutalen Plot in den die Geschichte eingebettet ist. 
Die Comicreihe besteht aus den beiden Teilen Volume 1: Atomic Garden und Volume 2: Come Join Us und ist damit überschaubar lang.

Wuchtig, erschreckend, unterhaltsam.

Die Bilder sind der Wahnsinn, die Artworks berauschend. Himmlisch schönen Action Sequenzen und dystopische Wimmelbilder verschmelzen zu einem organischen Bilderlebnis. Hollingsworth setzt diese dystopische Welt einfach nur genial um. Die Welt und die Menschheit scheinen hier wirklich verloren, eine Welt ohne Liebe und Empathie wo ein einzelnes Leben nichts mehr zählt, alles und jeder mit Tech hochstilisiert nur noch existierend um sich zu unterhalten - feinster Cyberpunk, ein optisches Meisterwerk.

Erzählerische Schwächen & Fazit

ABER: Die Charakterentwicklung durch den Autor Rick Remender bleibt auf der Strecke, die beiden Hauptcharaktere entwickeln sich nicht, alles wirkt gegeben „weil es halt so ist“. Warum hat er sich zu einem blutrasenden Monster entwickelt das kein Liebe mehr empfindet? Völlig unsympathisch dann schon nach einer Niederlage sich den Drogen hinzugeben - und alles zu verraten. Ich hatte nie Mitleid mit dem Junkie, vielleicht war das aber auch so gewollt.

Debby die über die ganze Zeit damit hadert, dass es die einzige Liebe ist, alles was Sie hat und dafür alles zerstören würde ist auch nicht ganz glaubhaft. Man stellt sich immer wieder die Fragen, wie überhaupt zusammen leben können und was Sie überhaupt verbindet? Was ist das für ein Killertier auf ihrer Schulter? Der Comic beschert uns viele Fragen und wenige Antworten.

Abseits dieser Schwäche, sehr gute Unterhaltung mit großartiger Optik. Der Comic liegt bisher nur in Englischer Sprache vor, lässt sich aber sehr gut lesen.



Wertung: 3/5